Das Bereitschaftsheim befindet sich seit dem Umzug aus der Boschetsrieder Straße 33 am Standort Kistlerhofstraße 140 in München-Obersendling. Es ist Teil des BRK-Campus „KISS“, auf dem verschiedene Einheiten des Bayerischen Roten Kreuzes an einem gemeinsamen Standort zusammengeführt wurden. Ziel dieser Zusammenführung ist es, zuvor über das Stadtgebiet verteilte Bereiche räumlich zu bündeln und damit organisatorische und funktionale Abläufe zu vereinfachen.
Der Campus ist in zweiter Reihe zur Kistlerhofstraße gelegen und sowohl über den öffentlichen Nahverkehr als auch mit dem Fahrrad gut erreichbar. Die Anlage ist um einen begrünten Innenhof angeordnet und als U-förmiger Gebäudekomplex ausgeführt. Insgesamt stehen mehrere Geschosse sowie Untergeschosse mit unterschiedlichen Nutzungen zur Verfügung. Das Bereitschaftsheim ist in diese Gesamtstruktur eingebunden und nutzt die vorhandene Infrastruktur des Campus.

Quelle: neuplan GmbH

Der BRK-Campus ist als funktionaler und nachhaltig konzipierter Gebäudekomplex ausgeführt. Er vereint verschiedene Nutzungen wie Rettungsdienst, Ausbildung, Verwaltung sowie weitere Fachdienste in einer gemeinsamen Infrastruktur. Durch die räumliche Zusammenführung entstehen kurze Wege und klar strukturierte Funktionsbereiche, die auf die jeweiligen Anforderungen der Nutzung abgestimmt sind.
Das Bereitschaftsheim bildet innerhalb dieses Gesamtkonzepts einen eigenständigen Funktionsbereich für die Arbeit vor Ort. Es umfasst insbesondere folgende Räume und Flächen:
Die Schulungsräume werden für Aus- und Fortbildungen sowie regelmäßige Zusammenkünfte genutzt. Der Materialraum dient der Lagerung von Einsatz- und Ausbildungsmaterialien. Die Büroräumlichkeiten unterstützen organisatorische und administrative Aufgaben. Stellplätze für Fahrzeuge sind Teil der Gesamtinfrastruktur des Standorts und gewährleisten die Einsatzbereitschaft. Der Aufenthaltsraum fungiert als gemeinsamer Bereich für Pausen und Austausch.
Der Campus wurde mit einem Schwerpunkt auf nachhaltige Bauweise und langfristige Nutzung konzipiert. Das Gebäude ist als Holz-Hybrid-Konstruktion ausgeführt und nutzt unterschiedliche Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs sowie zur Eigenenergieerzeugung, unter anderem durch Photovoltaikanlagen auf Fassaden- und Dachflächen. Weitere bauliche und technische Lösungen, wie die Nutzung von Bauteilaktivierung und energieeffizienten Systemen, tragen zu einem ressourcenschonenden Betrieb bei.